Content Curation
Hast du genug von einer Million immer gleicher Artikel, die in deinem Facebook-Feed auftauchen?

In diesem Beitrag
Du hast keine Zeit, alle Inhalte zu lesen, die deine Interessen betreffen? Oder fehlt dir die Inspiration, um wertvollen Content zu erstellen und Dinge zu teilen, die für dein Publikum nützlich sind? Dann schau dir unbedingt an, was Content Curation ist – sie hilft dir, diese Schwierigkeiten zu überwinden.
Allzu viel ist ungesund.
Heutzutage strömen Informationen von allen Seiten auf uns ein. Manchmal ist es richtig schwer, sich in diesem Strom zurechtzufinden und unter der riesigen Zahl von Artikeln etwas zu entdecken, das für uns wirklich wertvoll und interessant ist. Das Scrollen durch den Facebook-Feed dauert immer länger, und alle Links zu lesen, die dort auftauchen, ist schlicht unmöglich. Wir lesen Texte nicht bis zum Ende, die meisten bemerken wir nicht einmal – sie gehen in der Menge unter wie Menschen in der U-Bahn zur Rushhour. Journalisten, PR-Fachleute und andere Autoren haben es nicht leicht und müssen sich wirklich anstrengen, um das Interesse ihres Publikums zu wecken und seine Aufmerksamkeit wenigstens für einen Moment zu halten. Die Lage mag hoffnungslos wirken, doch zum Glück gibt es eine Methode dagegen.
Eine helfende Hand.

Bei einem Kurator denkst du nur an jemanden, der sich im Museum um die Exponate kümmert? Das ist eine gute Spur, denn ein Content Curator ist genau die Person, die dich wie ein Museumsführer durchs Internet führt und dir die interessantesten Exponate zeigt. Ein Content Curator stellt alle Materialien zusammen, die er im Netz zu einem bestimmten Thema findet, und wählt daraus diejenigen aus, die es wert sind, mit einem breiteren Publikum geteilt zu werden. Er filtert diesen riesigen Informationsstrom, gegen den du weder Zeit noch vermutlich Lust hast anzukämpfen. Die Inhalte werden von einem Menschen ausgewählt und nach konkreten Themenblöcken und Interessen gruppiert. So bekommst du wirklich wertvolle Inhalte und nicht bloß Links, die ein Algorithmus ausspuckt, der auf Menge statt auf Qualität setzt. Klingt banal? Entgegen dem ersten Eindruck ist es gar nicht so einfach, das Internet zu durchsuchen: Gründliche Recherche braucht Zeit, geschickte Analyse
und das Verknüpfen der einzelnen Materialien.
Do it yourself.

Content Curation ist auch ein hervorragendes Werkzeug für Marketer, das die Content-Erstellung deutlich erleichtert. Dabei beschränkt sie sich auf die Auswahl von Inhalten, die man im Internet findet – du musst keinen Artikel von Grund auf neu schreiben und keine Redaktionsarbeit leisten. Das ist wie beim Zusammenstellen eines Pressespiegels: Wir bekommen ein allgemeines Thema vorgegeben und suchen in diesem Bereich nach interessanten Materialien, die unser Publikum ansprechen könnten. Ein einfacher Weg, Leser für ein bestimmtes Problem zu interessieren und auf etwas aufmerksam zu machen. Außerdem ist es eine günstige Methode, denn Links können wir auf unseren Profilen völlig kostenlos teilen. Wer solche Inhalte teilt, positioniert sich zudem als Fachmann, der genau weiß, „was, wo und wie“. Wir bauen ein festes Publikum auf, das weiß, dass es dank uns nicht die riesigen Weiten des Internets nach Artikeln der letzten Woche durchforsten muss, die es interessieren.
Wie?

Vor allem regelmäßig – du musst die Leute im Netz daran gewöhnen, auf deinem Profil nach wertvollen Inhalten zu suchen. Du kannst solchen Content sogar nur einmal im Monat erstellen, Hauptsache konsequent. Denk daran, dass eine zu hohe Frequenz, bei der du dein Publikum mit solchen Posts überflutest, auch keine gute Lösung ist – Content Curation soll es ja genau davor bewahren. Ein guter Ort, um eine solche Zusammenstellung zu teilen, sind Social Media, wo die Leute im Netz am häufigsten vorbeischauen. Es lohnt sich, jedem Link einen kurzen Titel oder einen Satz als Kommentar hinzuzufügen. Unbeschriftete Exponate im Museum sind schließlich nicht viel wert, oder? Überleg dir deine eigene Art, Links zu beschreiben, und ergänze die Liste um eine originelle, auffällige Grafik. Auch wenn ein Content Curator eigentlich mit fremden Inhalten arbeitet, kann er dank seines eigenen, unverwechselbaren Charakters auf diese Weise ein wirklich breites Publikum ansprechen.


