CASE STUDY: Entwicklung eines Markennamens
Eine Analyse des Namens, den wir für eine Autowerkstatt entwickeln durften!

Die Leistungen von Social Lama decken ein breites Spektrum ab – wir entwickeln für dich eine Kommunikationsstrategie, setzen eine Werbekampagne um, helfen beim Umzug … Na gut, ganz so weit reicht unser Rundum-Service vielleicht doch nicht, aber einen Namen für deine Marke zu entwickeln, ist eine Herausforderung, der wir uns gern stellen – und genau darum geht es heute.
Vor einiger Zeit haben wir auf dem Lama-Blog eine Case Study darüber veröffentlicht, wie wir eine Autowerkstatt auf TikTok gebracht haben. Es ging um ein kleines, lokales Unternehmen aus dem Karpatenvorland (Podkarpacie) im Südosten Polens, das 1994 gegründet wurde. Wie es bei solchen Betrieben oft ist, war es einfach „die Werkstatt“. Mehr nicht. Der Kunde beschloss jedoch, die Errungenschaften des 21. Jahrhunderts zu nutzen und sein Unternehmen in den Online-Raum zu bringen. Neben einer Kommunikationsstrategie brauchte es daher einen Namen, der zur Achse aller Aktivitäten werden sollte.
Nach einem gemeinsamen Brainstorming und der Präsentation unserer Vorschläge beim Auftraggeber haben wir uns zusammen für diesen Namen entschieden:
O, ZGAsł?

Warum, wozu, worum geht’s? Die wichtigsten Ideen und Merkmale des Namens:
- Sowohl die sprachliche als auch die grafische Form verweisen auf den Nachnamen des Inhabers und seiner Familie – Ozga, den die Großbuchstaben ergeben. Das ist bei einem lokalen Unternehmen ein wichtiger Aspekt – in der Nachbarschaft kennt man solche Betriebe oft danach, „zu wem sie gehören“:
– Das machen sie dir am schnellsten in der Werkstatt beim Ozga!
Der Nachname im Namen stärkt die Marke auf dem lokalen Markt und eröffnet zugleich Möglichkeiten, ein breiteres Image aufzubauen – auch in geschäftlicher Hinsicht und beim Networking.
- Kürze. Kurz und knackig – so lässt sich „O, ZGAsł?“ beschreiben. Wir alle lieben Bequemlichkeit, und ganz besonders lieben sie unsere Köpfe. Eine Form aus wenigen Zeichen verankert sich schon nach den ersten Touchpoints im Gedächtnis und lässt sich nicht mehr vertreiben. Ungefragt setzt sie sich im Kopf fest, um dann schnell wieder präsent zu sein, sobald man sie abrufen muss.
- Einzigartigkeit – wer schon einmal originelle Slogans erfunden hat, kennt den Schmerz: Das perfekte Wortspiel scheint ein Geschenk des Himmels zu sein, man muss es nur noch pro forma in die Suchmaschine eingeben und … schon gibt es eine Firma mit genau diesem Namen und obendrein zwei weitere Aktionen, die mit fast demselben Spruch unterschrieben sind. „O, ZGAsł?“ ist in seiner Liga einzigartig – dank seiner vielen Bedeutungsebenen waren wir uns geradezu sicher, dass Google uns nichts Ähnliches zeigen würde. Zur Beruhigung haben wir die Verfügbarkeit trotzdem geprüft, denn die menschliche Kreativität kennt keine Grenzen 🙂
- Bezug zur Tätigkeit – ein Auto, das von selbst ausgeht, verheißt nichts Gutes. Oft wird das mit der rhetorischen Frage des Fahrers oder der Mitfahrenden quittiert: „o, zgasł?“ („Oh, ist er ausgegangen?“) – denn wie kann ein Auto einfach den Dienst verweigern? Die erste Lösung, die einem in den Sinn kommt, ist der Besuch beim Mechaniker. Alles fügt sich also zu einem Ganzen.
- Das humorvolle Element. Die Kombination der bisherigen Funktionen des Namens soll positive Assoziationen mit der Marke wecken. In dieser kurzen Form stecken kleine „Leckerbissen“, deren Entdeckung bei den Menschen Freude über die eigene Aufmerksamkeit auslöst und das Belohnungszentrum aktiviert. Das macht die Marke einprägsamer.
Manchen fallen vielleicht die Satzzeichen und die Konsonantenhäufungen auf. Diese verleiten dazu, den Namen – obwohl er extrem kurz ist – für etwas kompliziert zu halten. Heutzutage ist ungewöhnliche Namensgebung jedoch kein Problem, man muss sich nur ansehen, wie viele sprachlich schwierige Brands auf den Weltmärkten Karriere machen: Carrefour, L’Occitane en Provence, Osram und so weiter und so fort. Die Liste ist lang, und paradoxerweise führt eine nicht ganz einfache Aussprache manchmal dazu, dass sich ein Unternehmen noch stärker im Bewusstsein der Menschen verankert. Natürlich ist jeder Fall anders – hätte der Kunde von Anfang an eine Expansion auf internationale Märkte in Betracht gezogen, wäre die Wahl des Namens sicher etwas anders ausgefallen. Hier war Polen klar als Tätigkeitsgebiet festgelegt, und mehr noch: Der Schwerpunkt lag auf lokaler Bekanntheit. Außerdem dürfen wir als externes Unternehmen nicht vergessen, dass wir letztlich eine beratende Stimme sind. Der Auftraggeber ist Inhaber des Unternehmens, und die Entscheidungen liegen bei ihm. Wir schlagen vor und argumentieren, der Kunde kann unseren Ratschlägen folgen, muss es aber nicht – selbst wenn sie nicht ganz unseren Vorstellungen entsprechen.
Es stimmt: Ein professioneller Umgang mit dem Kunden, die Qualität der Arbeit und oft auch das Charisma des Inhabers selbst sind die Grundlage des Erfolgs. Kombiniert man das mit einem originellen Namen, der keine Assoziationen zu einer anderen Marke weckt, lässt sich ein ganzheitliches Image aufbauen, das zur weiteren Entwicklung des Geschäfts beiträgt.
Die Autowerkstatt „O, ZGAsł?“ ist der lebende Beweis dafür – geschätzt vor allem für die Ergebnisse ihrer Arbeit. Diesen Ruf um einen Markenlaunch im Internet zu ergänzen, sorgte für eine positive Resonanz bei neuen Menschen, wie die zahlreichen Nachrichten und Kommentare auf den Profilen zeigen. Das Ziel des Kunden wurde erreicht und wird laufend weiterentwickelt – und letztlich sind es die Ergebnisse, die zeigen, ob die Maßnahmen richtig waren.

