Instagram verabschiedet sich von Guides – wie geht’s weiter?
Wir alle wissen, dass die Social-Media-Welt dynamisch ist – und trotzdem schafft sie es immer wieder, uns irgendwie zu überraschen. Instagram hat angekündigt, sich Ende 2023 von der Guides-Funktion auf seiner Plattform zu verabschieden. Guides auf Instagram waren ein Tool, das Content nach Themen bündelte – aus Sicht der Nutzer äußerst praktisch – und so eine Art Mini-Blog schuf.

In diesem Beitrag
Funktionen und Möglichkeiten der Guides
Guides auf Instagram waren ein Tool, das Content nach Themen bündelte – aus Sicht der Nutzer äußerst praktisch – und so eine Art Mini-Blog schuf. Mit ihnen kamen wir schneller und reibungsloser an Content, der bequem in einem einzigen, geordneten Strang gebündelt war. Außerdem machten sie es möglich, Produkte, Orte oder ausgewählte Posts zu promoten, steigerten die Sichtbarkeit und erleichterten die Navigation im Profil.
Stell dir vor, du scrollst auf der Suche nach „Veggie-Rezepten“ durch eine Website, aber statt direkt aus verschiedenen Tofu-Ideen wählen zu können, musst du erst selbst jedes andere Rezept überspringen, die verfügbaren Optionen von Hand filtern und Zeit damit verlieren, dich in einer Flut von völlig irrelevantem Content zu verirren. Viel einfacher ist es, wenn wir auf eine eigens angelegte Kategorie klicken können, die uns interessiert. Früher hätten wir unseren Kunden empfohlen, Posts mit Guides auf Instagram geordnet zu präsentieren – jetzt müssen wir ihnen andere Alternativen auf Instagram vorschlagen.
Warum gibt Instagram die Guides auf?
Trotz ihres großen Potenzials wurden die Guides nie so beliebt, wie Instagram es erwartet hatte. Anders als man denken könnte, kannten nur wenige Nutzer die Funktion überhaupt – geschweige denn, dass sie sie in ihren Profilen einsetzten. Vielleicht wurde schon die Einführung nicht laut genug angekündigt, und die Nutzer bekamen sie deshalb gar nicht erst mit. Die Plattform entwickelt sich jedoch ständig weiter und optimiert ihre Funktionen, um sich auf die zu konzentrieren, die bei den Nutzern wirklich auf das größte Interesse stoßen.
Welche Alternativen zu Guides gibt es?

Story-Highlights
Nutze Story-Highlights, um deinen Content kreativ und übersichtlich in deinem Profil zu ordnen, die Oberfläche abwechslungsreicher zu gestalten und ihr einen eigenen, klar definierten Charakter zu geben. Die Thumbnails kannst du mit einem frei gewählten Bild versehen, das thematisch zur Story passt, und zusammen mit deinen Posts und deinem Profilbild runden sie das ästhetische Gesamtbild ab. Diese Option ist besonders praktisch, wenn du eine Marke aufbaust, die mit einem bestimmten, charakteristischen Muster, Symbol, Farbschema usw. verbunden werden soll. Der riesige Vorteil von Story-Highlights gegenüber einem normalen Post: Anders als in einem Post kannst du dort einen Verkaufslink platzieren, und ein solches Highlight läuft nicht nach 24 Stunden ab wie z. B. eine Instagram-Story – sein Verkaufslink bleibt die ganze Zeit aktiv. So musst du nicht jedes Mal im Blick behalten, wann eine Story abläuft, und sie erneut veröffentlichen.
Reels
Erstelle kurze, auffällige und attraktive Video-Guides zu deinen Produkten. Die Ära der Reels ist angebrochen – sie sind allgegenwärtig, und die meisten Menschen bevorzugen sie. Dank ihrer knappen, verdichteten Form vermitteln sie im Schnelldurchlauf alle wichtigen Infos zum Produkt – das überzeugt gerade Nutzer, die Fakten suchen, und macht den gesamten Kaufprozess reibungsloser. Deine Kunden finden sie leichter dank des eigenen Reels-Tabs in deinem Profil. Vergiss nicht, deinem Reel immer ein Titelbild hinzuzufügen, damit man es auch wirklich findet.
Hier erfährst du, wie du die passende Plattform für deine Videos findest: Instagram Reels oder TikTok? Welche Plattform ist besser für deine Marke?
Karussells
Nutze Karussell-Posts, um verschiedene Produktkategorien in einem einzigen Post zu präsentieren. Ein Beispiel: Ein Kunde hat einen Kosmetikshop und erstellt ein Karussell mit einer Kosmetikserie für empfindliche Haut. Bewährt hat sich, die erste Kachel für den Titel zu nutzen – in diesem Fall so schlicht wie möglich, ohne unnötig lange Zusätze: „Kosmetik für empfindliche Haut“.
Links in der Bio platzieren
Instagram begrenzt die Zahl solcher Links auf fünf. Wer also ein paar mehr braucht, legt am besten ein Konto bei Linktree an, wo sich unzählige Links unterbringen lassen. Der Mehrwert dieser App: Du kannst einem Link Bilder zuordnen, was viel übersichtlicher ist als auf Instagram. Außerdem lässt sich der Linktree-Link selbst problemlos in deine Instagram-Bio setzen.
Auch wenn wir uns von der äußerst praktischen Guides-Funktion verabschieden, fehlt es keineswegs an anderen Wegen, Content auf Instagram wirkungsvoll zu präsentieren. Diese Alternativen könnten sich für dein Publikum sogar als noch dynamischer und ansprechender erweisen.
Neben den Guides hat Instagram auch Optionen wie IGTV oder Swipe Up eingestellt. Wenn du eine wirkungsvolle Strategie für deine Kunden aufbaust, denk daran, nicht alles auf eine einzige Funktion zu setzen – denn eines Tages erfährst du vielleicht plötzlich, dass dein wichtigstes, bewährtes Tool, wie bei den Guides, von der Plattform genommen wird.


